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Redaktionsstatut der Radiofabrik – Freier Rundfunk Salzburg (Daxlueger Erklärung)

Gültig für die Redaktion der Radiofabrik hinsichtlich Eigenproduktionen des Senders.

Während das Programm der Radiofabrik im offenen Zugang durch die Senderichtlinien abgesichert ist, würden angestellte JournalistInnen der Redaktion durch das Arbeitsrecht einer Weisungsgebundenheit unterliegen.

Die nachfolgende Vereinbarung zwischen VorstandRedaktion garantiert trotz Arbeitsrecht die journalistische Unabhängigkeit.



Die HerausgeberIn

(Redaktionsstatut 2014, PDF)

(1) HerausgeberIn der Radiofabrik und der von ihr mit zu verantwortenden redaktionellen Sendungen ist der Verein Freier Rundfunk Salzburg vertreten durch den Vereinsvorstand. Die HerausgeberIn hat die Unabhängigkeit der Redaktion gegen Einflussnahme von außen zu verteidigen und ihr Schutz zu gewähren.

(2) Die HerausgeberIn sichert der Redaktion die Unabhängigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Freiheit der journalistischen Arbeit bei der Erledigung der ihnen übertragenen Aufgaben zu.

(3) Die HerausgeberIn hat das Recht, in redaktionellen Sendungen Mitteilungen zu veröffentlichen, sofern diese als HerausgeberInnen-Meinung gekennzeichnet sind.

(4) Im Hinblick auf die Mitverantwortung des Vorstandes sucht die Redaktion Kontakt zum Vorstand und zur Geschäftsführung in allen Fällen, welche die Stellung, den Ruf und die Interessen der Radiofabrik in erheblicher Weise berühren. Dies  gilt  insbesondere dann, wenn zivil- oder strafrechtliche Folgen drohen könnten. Entscheidungen in derartigen Angelegenheiten werden in Übereinstimmung zwischen HerausgeberIn und Redaktion getroffen.

(5) HerausgeberIn und Geschäftsführung bestellen die Redaktionsleitung. Die Redaktion hat das Recht, vor Ablöse oder Bestellung der Redaktionsleitung gehört zu werden.

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Die Redaktion

(6) Als redaktionelle Sendungen im Sinne des Redaktionsstatutes gelten derzeit das Magazin um 5 sowie Sendungen, die im Rahmen von Projekten produziert werden; ebenso Sendungen aus aktuellen Anlässen wie z. B. Live-Übertragungen, die von der Radiofabrik-Redaktion abgewickelt werden.

(7) Als Redaktionsmitglieder gelten Personen, wenn sie seit mindestens einem halben Jahr  regelmäßig redaktionell für die Radiofabrik tätig sind. PraktikantInnen gelten nicht als Redaktionsmitglieder. Sie dürfen an Redaktionsversammlungen teilnehmen, haben dort aber kein Stimmrecht.

(8) Den redaktionellen MitarbeiterInnen wird Unabhängigkeit garantiert, sie dürfen nicht gezwungen werden, eine andere Meinung zu vertreten als die eigene. Dies entbindet sie jedoch nicht von der Pflicht, in redaktionellen Sendungen der Radiofabrik auch solche Beiträge aufzunehmen, die ihren persönlichen Meinung widersprechen.  Ansichten von Redaktionsmitgliedern, die den in der Redaktion jeweils vorherrschenden Sichtweisen zuwider laufen, werden respektiert. In Konfliktfällen liegt die letzte Entscheidung bei der Redaktionsleitung.

(9) Die Redaktionsleitung ist verantwortlich für die Gestaltung der redaktionellen Sendung/en, sie ist  zuständig für die Rekrutierung und Weiterbildung der RedakteurInnen. Sie  vertritt die Redaktion gegenüber HerausgeberIn und Geschäftsführung; dazu kann ein weiteres von der Redaktionskonferenz bestimmtes Redaktionsmitglied beigezogen werden.

(10) Die Redaktionsleitung hat der HerausgeberIn und der Geschäftsführung verpflichtend jährlich einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr sowie Zielvorstellungen für das kommende Jahr zu präsentieren.

(11) Die Redaktionsversammlung kann von der Redaktionsleitung oder von mindestens drei Mitgliedern der Redaktion einberufen werden. Sie artikuliert die Interessen der Redaktion gegenüber HerausgeberIn und Geschäftsführung. Die Redaktionsversammlung hat ebenso das Recht bei der konzeptionellen Gestaltung der redaktionellen Sendung/en mitzuwirken. Die Redaktionsversammlung ist dann beschlussfähig, wenn die Einladung mindestens zwei Wochen vor dem Sitzungstermin ergangen ist und mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse können mit einfacher Mehrheit gefasst werden.

(12) Die Redaktion kann auf der Mitgliederversammlung der Radiofabrik Bericht erstatten, um ihrer Position Gehör zu verschaffen. Dies ist der HerausgeberIn und der Geschäftsführung spätestens dann bekannt zu geben, wenn die Einladung an die Mitglieder ergeht.

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Publizistische Grundhaltung

(13) Die Radiofabrik-Redaktion engagiert sich für eine kritische Öffentlichkeit. Sie tritt ein für die Verteidigung und Entwicklung der Menschenrechte und artikuliert insbesondere Stimmen, die gegenüber den Mächtigen kein oder kaum Gehör finden. Sie fördert in diesem Sinne insbesondere auch Anliegen der Zivilgesellschaft.

(14) Die Redaktion versteht ihre Arbeit als  informations- und unterhaltungsorientierten Beitrag  zur lokalen Medienvielfalt. Das politische und kulturelle Geschehen in Stadt und Land Salzburg  bildet den Schwerpunkt der Berichterstattung. Lokalbezug meint jedoch nicht den Verzicht auf internationale Themen. Diese sind im Gegenteil erwünscht und sollen vorzugsweise im Zusammenhang mit lokalen Bezügen aufgegriffen werden.

(15) Die Redaktion ist der wahrheitsgetreuen Berichterstattung verpflichtet. Die Würde des Menschen muss gewahrt bleiben, die Privatsphäre des einzelnen darf nicht verletzt werden. Redaktionelle Inhalte müssen generell dem Gebot fairer Vorgangsweisen entsprechen. Berichte und Informationen sind mit der gebotenen journalistischen Sorgfalt auf Wahrheit und Herkunft zu prüfen. Es gelten die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit.

(16) Die Ausübung des Rechtes auf freie Meinungsäußerung ist nur insofern eingeschränkt, als dies die Mediengesetzgebung oder andere gesetzliche Bestimmungen vorsehen.

(17) Die Redaktion weist jede Einflussnahme, jeden Druck seitens einzelner Personen, politischer Parteien, Unternehmen, ökonomisch, religiös oder ideologisch orientierter Gruppen zurück.

(18) Das Redaktionsstatut wird zwischen Vorstand und Redaktion vereinbart.

 

Salzburg-Daxlueg, am 15. Februar 2014

Monika Pink-Rank, für den Vorstand            Romana Stücklschweiger, für die Redaktion

(Besonderer Dank gilt Georg Wimmer für Ausarbeitung dieses Dokuments 2012)

(vnlnr. Monika Pink, Oliver Baumann, Romana Stücklschweiger, 2/2014)
(vnlnr. Romana Stücklschweiger, Monika Pink, 2/2014)

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