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03.06.2011

Hörenswert: Jenny Wilson - "Blazing"

 

Mit „Blazing“ schenkt uns Jenny Wilson ein im besten Sinne vorhersehbares und gänzlich durchhörbares Pop-Album. Denn schlüssig durchproduziert und mit großer Eleganz fügt „Blazing “ Anleihen aus Hip-Hop, Funk und Soul zu einem zeitgemäßen Sound zusammen. Jenny Wilsons nicht unbedingt kraftvolle aber dafür ungemein soulige Stimme bekommt mit dem Tensta Gospel Chor eine wirklich großartige Begleitung, die dem Album auch die Energie gibt, an der es ihrem Vorgänger „Hardships!“ vielleicht etwas mangelte.

Hörenswert. Das RF-Album der Woche ist zu hören am Freitag, 03.06.11 ab 14:08 Uhr, Wh am Donnerstag, 09.06.11 ab 00:00 Uhr.

Bis auf ein Paar Ausnahmen (beispielsweise die Coverversion von Bob Marleys „Work“ oder die alte Volksweise „Coming ’round the mountain“) finden sich auf „Blazing“ die gleichen Nummern, wie auf dem bereits im März 2010 erschienenen Album „Hardships!“. Dieses Mal werden die einzelnen Tracks allerdings von Wilsons Liveband eingespielt und durch den besagten Tensta Gospel Chor veredelt. So mancher Käufer von „Hardships!“ wird sich folglich zu dieser Veröffentlichungsstrategie seinen Teil denken. Genau genommen handelt es sich bei „Blazing“ um ein Doppel-Album, dessen zweite CD mit „Blazing II“ betitelt ist und auf der sich die Remixes befinden. Für diese Produktion saß der Stockholmer Sänger und Multiinstrumentalist Daniel Fagerström an den Reglern, der die einzelnen Albumtracks für die Tanzperformance „I‘m Not Looking Back“ nochmals bearbeitete.

In Schwedens R&B-Szene hat Jenny Wilson schon längst einen festen Platz inne. „Blazing“ wird wohl ihren Bekanntheitsgrad jenseits Schwedens Grenzen noch enorm steigern. Denn trotz aller Glätte handelt es sich bei „Blazing“ um ein wirklich großartiges Album, dass sich frei schwebend zwischen den Genres Hip-Hop, Funk, Soul und R&B bewegt. Vielleicht erinnern manche Nummern (z.B. „Like A Fading Rainbow“) an den frühen Prince oder die Art der Produktion an die Alben von Feist; Und doch besitzt das Album seinen ganz eigenen rauen Charme von dem sich jeder sein Eigenes (Hör)Bild machen sollte.


Das Album ist am 4. April 2011 auf Jenny Wilsons eigenem Label Gold Medal Recording erschienen.

 



Von: Nikolaj Fuchs
Online 353 days

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