radiofabrik englishradiofabrik deutsch

Radiofabrik für Alternativen Medienpreis nominiert

Carla Stenitzer, Philipp Crome, Manuel Adlgasser und Maximilian Nitschke (v.l.n.r.) bei der Produktion des nominierten Hörstolpersteins

/ Presseaussendung Radiofabrik - 05052017 /

Radiofabrik für den Alternativen Medienpreis nominiert

Jugendliche setzen ein akustisches Mahnmal gegen das Vergessen

Salzburg, am 5. Mai 2017

Nachdem die Radiofabrik mit den „Hörstolpersteinen“ bereits den Media Literacy Award des Bundesministeriums für Bildung gewonnen hat, ist das Projekt nun für den Alternativen Medienpreis nominiert. Der Preis ehrt Medienprojekte im deutschsprachigen Raum, die Themen abseits des Mainstream innovativ und kritisch vermitteln. Der nominierte Hörstolperstein setzt Theresia Karas ein akustisches Denkmal. Die 14-jährige Salzburgerin wurde 1941 aufgrund einer Verkrümmung ihrer linken Hand Opfer der NS-Euthanasie.

Der Hörstolperstein ist einer von zehn, der in Kooperation der Radiofabrik mit Schülerinnen und Schülern der 4B-Klasse des Akademischen Gymnasiums Salzburg entstand. Ein ganzes Semester lang arbeiteten die Schüler Manuel Adlgasser, Philipp Crome und Maximilian Nitschke im Rahmen des Geschichteunterrichts an diesem Hörstolperstein. Die Auswahl des Stolpersteins, die Kontaktaufnahme mit dem Interviewpartner und die inhaltliche und technische Umsetzung – bei allem hatten die drei Schüler das Sagen und wurden dazu in Workshops und Einzelcoachings von Carla Stenitzer, Ausbildungsleitung der Radiofabrik, unterstützt.

In der kurzen Hörbiografie wird das Schicksal von Theresia Karas in Erinnerung gerufen, die unter falschen Vorwänden in Hartheim ermordet wurde. Zu Wort kommt ihr noch lebender Neffe Roland Rettenbacher, der über die verzweifelte Suche von Theresia Karas Eltern nach der Wahrheit spricht.

Dass die Hörstolpersteine bereits im Oktober 2016 mit dem Media Literacy Award ausgezeichnet wurden, zeigt für Carla Stenitzer den besonderen medienpädagogischen Wert des Projekts: „Durch das aktive Tun, den Bezug zum eigenen Umfeld und die intensive Auseinandersetzung mit Einzelschicksalen wird das Verständnis der Jugendlichen für Hintergründe und Prozesse des Nationalsozialismus gefördert. Die klassische Vermittlung im Schulunterricht kann das auf diese Weise nicht leisten. Und ganz nebenbei haben die Jugendlichen auch noch grundlegende Medienkompetenzen erlernt.“

Ob die Radiofabrik mit dem Alternativen Medienpreis die zweite Auszeichnung für das Projekt entgegen nehmen kann, wird sich am 2. Juni bei der Preisverleihung in Nürnberg herausstellen.

Den nominierten Hörstolperstein gibt es hier zum Nachhören: https://cba.fro.at/318784


Die insgesamt 70 Hörstolpersteine können hier nachgehört werden: http://hoerstolpersteine.net

Rückfragen:
Carla Stenitzer, MA
Ausbildungsleitung & -koordination Radiofabrik
c.stenitzer@radiofabrik.at
0662/842961-23

 

 

Print
Radiofabrik Live Stream
Tages Tipp
Mitmach Radio
Studio - Cam / Chat
Shop
Links
Network
Help!

Hol dir die neue Radio-App und versäum´ never ever deine Lieblingssendung!


Unser Partner: Kultur Stadt SalzburgUnser Partner: Kultur Land SalzburgUnser Partner: RTR - NKRFUnser Partner: Die Europäische UnionUnsere Preise
Powered by: Conova
Radiofabrik@FlickrRadiofabrik@CBARadiofabrik@FacebookRadiofabrik@Twitter