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NIEMALS VERGESSEN - EIN HÖRMAHNMAL (2010)

Sinti und Roma galten in der Rassenideologie des Nationalsozialismus als “minderwertig”. „Die Zigeuner“ als Opfer des Holocaust sind im öffentlichen Bewusstsein jedoch nicht so stark verankert. Sinti und Roma gelten daher oft als „die vergessenen Opfer“.

Das Projekt „Niemals Vergessen – Ein Hörmahnmal“ widmet sich der Erinnerung an diese Opfer.

Von den rund 40.000 deutschen und österreichischen Sinti und Roma wurden über 25.000 ermordet. Insgesamt fielen gschätzte 220.000 bis 500.000 Sinti und Roma dem systematisch geplanten Völkermord der Nationalsozialisten zum Opfer.

So wurden in Salzburg ab 1939 durchziehende „Zigeuner“ auf einem Sammelplatz zusammengefasst. 1940 wurden diese Roma und Sinti in die Ställe der Rennbahn in Salzburg-Aigen einquartiert und das größere und besser eingezäunte Lagers in Leopoldskron-Moos errichten. Circa 300 Eingesperrte wurden zur Zwangsarbeit gezwungen. Ende März/Anfang April 1943 erfolgte die Räumung des Lagers, die Insassen wurden nach Auschwitz-Birkenau transportiert, ein kleiner Teil kam in das Sammellager Lackenbach.

Zentraler Bestandteil des Projektes ist die Errichtung einer Klanginstallation im öffentlichen Raum. Die Idee Radiofeature und Skulptur zu einem Hörmahnmal verschmelzen zu lassen wurde von Georg Wimmer, Erich Themmel und Marcus C. Diess entwickelt. Für die künstlerische Gestaltung konnte der bildende Künstler Zoltan Pap gewonnen werden. Des weiteren werden, teilweise in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, Radiosendungen, Interviews, Features und Jingles produziert, die über die freien Radios in Österreich und Deutschland verbreitet werden. Begleitet wird das Projekt von dem Weblog www.hoermahnmal.eu

Die erste Sendung des Projekts „Das ´Zigeunerlager´ Salzburg-Maxglan. Vorhof zum KZ. Ein HörMahnmal“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Christian Doppler-Gymnasium Salzburg realisiert und mit dem Eduard-Ploier-Preis für Wissenschaft ausgezeichnet.

Das Projekt wird von der Radiofabrik Salzburg und Radio Corax in Halle/Saale realisiert.

Das Projekt wird von der Europäischen Kommission aus dem Programm „Europa für Bügerinnen und Bürger – Aktive Europäische Erinnerung“, dem Nationalfond der Republik Österreich und dem Land Salzburg finanziert.

Projektleitung: Barbara Winkler

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Neu auf Niemals Vergessen:


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Podcasts:

Niemals Vergessen - ein Hörmahnmal
Das Medienarchiv

Has Austria learnt its lesson from history? What about Austria’s part of responsibility for the Holocaust? Developments on the local level indicate the country’s temper very well. Efforts to remembrance of Sinti and Roma, who were deported to Concentration Camps from Salzburg, was an unpopular issue in council meetings in the 1980s. Huge protests took […]

In 1939 the national socialist authorities createt a so-called gipsy camp in Salzburg. About 230 Sinti and Romanies werde imprisoned there. Men, women and children were forced into hard labour. Later on, they were deported to extermination camps. The existence of the gipsy camp faded from public memory after the end of war. Redaktion/Gestaltung: Georg […]

Wie lautet die sprachlich korrekte Bezeichnung für ein Volk, das Jahrhunderte lang als Zigeuner verfolgt wurde? Welche Auswirkungen kann eine politische korrekte Sprache auf unser Denken haben? Und: Was bedeutet eigentlich der Begriff Zigeuner? Georg Wimmer sucht in den folgenden 30 Minuten Antworten auf diese Fragen.

Hat Österreich aus seiner Geschichte gelernt? Wie steht Österreich zu seiner Mitverantwortung am Holocaust? Entwicklungen auf lokaler Ebene sind hier ein guter Indikator für die Stimmung im Lande. So war Erinnerungsarbeit für die Roma und Sinti, die von Salzburg aus in die KZs deportiert wurden, im Salzburger Gemeinderat noch in den 1980er Jahren ein Reizthema. […]

Antiziganismus ist in Europa weit verbreitet. In nahezu allen Staaten werden Menschen als „Zigeuner“ diskriminiert und teilweise verfolgt. Außerdem scheint es unmöglich zu sein, eine Beschreibung von Sinti und Roma jenseits romantisierender oder ablehnender Stereotype zu finden. Antiziganismus existiert in verschiedenen Formen seit über 500 Jahren und hat sein Vernichtungspotential im nationalsozialistischen Völkermord an den […]

Niemals Vergessen! – Eine Spurensuche. Wie gedenkt man heute der Verfolgung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten in Halle, Magdeburg und im ehemaligen Konzentrationslager Mittelbau Dora? Was ist mit Unku aus dem Roman „Ede und Unku“ von Alex Wedding geschehen? Warum kehrte keiner der in Halle lebenden Sinti und Roma aus Auschwitz-Birkenau zurück? Was […]

Der Berliner lässt sich die Stunden, die er bei Sonnenschein grillend im Park verbringt, nur ungern vermiesen. Nach zahlreichen Beschwerden wurden deshalb etwa 40 Roma von der Polizei des Görlitzer Parks in Kreuzberg verwiesen, wo sie etwa zwei Wochen lang kampiert hatten. Eine vor­übergehende Unterkunft erhielten die Familien, die aus Rumänien nach Berlin kamen, im […]

Eines Tages begegnete dem schönen Zigeunermädchen eine Dichterin, und sie sprach es freundlich an. Das Mädchen gewann Zutrauen zu der fremden Frau; bald hatte es sich mitten in ihr Herz getanzt. Und nun konnte die Dichterin gar nicht anders, als ein Buch über Unku zu schreiben. So entstand das Kinderbuch „Ede und Unku“.* * Alex […]

Der Sinto Franz Rosenbach wurde während der Zeit des Nationalsozialismus in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. So auch in das Konzentrationslager Mittelbau Dora am Rande der Stadt Nordhausen. In einem gigantischem unterirdischem Stollensystem wurden hier die sogenannten deutschen Wunderwaffen, die V1 und die V2 gebaut. 20000 Häftlinge starben dabei. Franz Rosenbach überlebte die Arbeit. Und er überlebte […]

Am 03. März 1943 wurden die letzten noch lebenden Sinti und Roma aus dem Zigeunersammellager in Halle/S. in das Zigeunerlager nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Keiner von ihnen kam je von dort zurück. Jörg Depta begab sich auf die Spurensuche in der Stadt Halle/S., in der kein Denkmal, kein Gedenkstein, keine Ausstellung an das Schicksal der Sinti […]

Heute jährt sich zum 64. Mal die Befreiung des KZ Dora-Mittelbau. Während Buchenwald fast alle kennen ist das KZ Dora-Mittelbau bis heute weitgehend unbekannt. Obwohl dort in der größten unterirdischen Rüstungsfabrik die „Wunderwaffen“ V1 und V2 gebaut wurden. Der Leiter der KZ Gedenkstätte Dora Mittelbau Dr. Jens-Christian Wagner im Gespräch mit Jörg Depta. Redaktion: Radio […]

Wer unser Programm seit einigen Wochen aufmerksam verfolgt, wird festgestaellt haben, dass wir versuchen die Verfolgung der Sinti und Roma während der Zeit des Nationalsozialismus näher zu beleuchten. Eine große Bedeutung für die Verfolgung hatte die 1936 gegründete Rassenhygienische Forschungsstelle. Die Rassenhygienische Forschungsstelle war die zentrale nationalsozialistische Ausforschungsinstitution zur sogenannten „Zigeuner-“ und „Asozialenfrage“. In ihr […]

Wie ist die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft mit den Sinti und Roma umgegangen? Dr. Peter Widmann vom Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin hat an Fallbeispielen in Freiburg und in Straubing versucht die Entwicklung und Veränderung der westdeutschen Sozialpolitik gegenüber Sinti und Roma zu untersuchen. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass in den sozialen Brennpunkten der Städte, […]

Heute feiert das Kosovo seinen einjährigen Geburtstag. In vielen deutschen Medien wird das ganz groß gefeiert. Die Tagesschau z.B. freut sich, dass das Kosovo doch nicht zum Vorbild wurde für andere Seperatisten in Europa. Den Basken z.B.. Madrid hat deshalb das Kosovo auch nicht anerkannt. Genauso wie Griechenland, Rumänien, Zypern und die Slowakei. Trotz der […]

Im folgenden wird es sich hier um den sogenannten Freiwilligendienst drehen. Denn jedes Jahr vermittelt das Diakonische Werk Württemberg etwa 40 ausländische Freiwillige, größtenteils Sinti und Roma, an verschiedene soziale Einrichtungen im ganzen Bundesgebiet. Das Programm ist dazu gedacht, bei der Freiwilligenarbeit gegenseitige Vorurteile von Roma und Nicht-Roma abzubauen. Tagesaktuelle Redaktion / Radio Corax

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